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Schlechter Atem
und Mundtrockenheit

Schlechter Atem und Mundtrockenheit

Es ist allgemein bekannt, dass Knoblauch, stark gewürztes Essen und Kaffee einen unangenehmen Atem verursachen. Aber wussten Sie, dass ein trockener Mund und Mundgeruch ebenfalls eng miteinander zusammenhängen? Mundtrockenheit bedeutet, dass Ihre Speichelproduktion nicht ausreicht, um Ihren Mund feucht zu halten. Speichel hilft außerdem dabei, Ihren Mund zu reinigen, indem er z. B. Säuren neutralisiert. Zudem spült er Lebensmittelreste und abgestorbene Zellen auf der Zunge, dem Zahnfleisch und den Wangeninnenseiten weg. Wenn Sie unter Mundtrockenheit bzw. Xerostomie – wie der medizinische Fachbegriff lautet - leiden, dann werden Lebensmittelreste und abgestorbene Zellen bakteriell zersetzt. Es entstehen flüchtige Schwefelverbindungen, die unangenehme Gerüche und somit schlechten Atem verursachen. Xerostomie betrifft ungefähr einen von zehn Menschen, meistens ältere Leute und Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen. Sie ist nicht zu verwechseln mit einem trockenen Mund, der bei gesunden Menschen auftritt und durch den nächtlichen Schlaf oder Dehydrierung verursacht wird.

Ursachen von Mundtrockenheit

Zu den häufigsten Ursachen für Mundtrockenheit (Xerostomie) zählen verschiedene verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, z. B. Blutdruckmedikamente, Antihistaminika, Antidepressiva, Diuretika, nichtsteroidale Entzündungshemmer. Ausserdem können eine Strahlenbehandlung von Kopf und Hals sowie Erkrankungen, wie das Sjögren-Syndrom, Probleme mit den Speicheldrüsen, Hormonstörungen, rheumatoide Arthritis und Diabetes zu Xerostomie führen.

„Morgenatem“

Morgens mit einem trockenen Mund und schlechtem Atem aufzuwachen, ist völlig normal und passiert mehr oder weniger Jedem. Man bekommt den „Morgenatem“, da nachts normalerweise der Speichelfluss abnimmt, wodurch der Mund trocken wird und unangenehm riecht. Wenn Sie mit offenem Mund schlafen, wird es meist noch schlimmer. Die Speichelproduktion normalisiert sich für gewöhnlich mit dem Frühstück.

Was hilft bei Mundtrockenheit

Die folgenden Schritte können Mundtrockenheit und einen schlechten Atem vorübergehend verbessern:

  • Trinken Sie tagsüber häufig Wasser, um Austrocknung zu vermeiden. Meiden Sie zucker-, säure- und koffeinhaltige Getränke.
  • Kauen Sie Kaugummi, um die Speichelproduktion anzuregen. Achten Sie aber darauf, dass er zuckerfrei ist, da Zucker Karies und schlechten Atem fördern kann. Xylitol, ein natürlicher Süssstoff, kann das Wachstum von Bakterien, die Mundgeruch verursachen, vermindern.
  • Putzen Sie immer Ihre Zähne, benutzen Sie Zahnseide und gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt.
  • Spülen Sie täglich mit einer Mundspüllösung, um unangenehmen Atem zu vermeiden.
  • Wenn Sie rauchen, ist Mundtrockenheit ein guter Grund, um damit aufzuhören. Rauchen verursacht zwar keinen trockenen Mund, kann dies aber verschlimmern. Dasselbe gilt für rauchlosen Tabak, Alkohol und Kaffee.